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So geht's...

  • Packen Sie einen Koffer und fotografieren Sie sein Innenleben !!
  • Senden Sie dieses Foto per Email an : » info@mana-binz.de


Was haben Sie gepackt? Ihre sieben Sachen, um Haus und Heimat für immer zu verlassen? Haben Sie Dinge Ihrer persönlichen Erinnerung in den Koffer gesteckt, die Sie nicht wegwerfen können und die im Koffer nun aufbewahrt werden sollen? Haben Sie einen Wunschkoffer gepackt, z.B. einen Koffer voll mit guten Wünschen für einen lieben Menschen?

Lassen Sie Ihre Phantasie spielen. Packen Sie in Ihren Koffer, was immer Sie möchten.

Jedes Foto wird in meiner Homepage veröffentlicht. Nur dann nicht, wenn Gesetze oder Persönlichkeitsrechte offensichtlich verletzt sein können. Dafür, dass dies nicht der Fall ist, garantieren Sie mir. Jeder Einsender nimmt an einer Verlosung teil. (Näheres bald hier...)

Dies ist eine Kunstaktion, daher ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Diese Aktion läuft bis Ende 2010



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Die Preise


Für die drei schönsten Koffer-Fotografien hat sich Mana Binz tolle Preise einfallen lassen. Zu gewinnen gibt es drei sehr schöne Exponate aus dem Werk von Mana Binz:

1. Preis Vergrösserung2. Preis Vergrösserung3. Preis Vergrösserung



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Die Künstler// Künstlerinnen



Koffer Nr. 01: Sabine Kröll, Trier




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Beschreibung:


Sie packt in Ihren Koffer sowohl Wünsche, als auch Symbole. Frieden, Glück, Liebe, Gesundheit. Ein Bild Ihrer Tochter. Ein Glücksschwein, der Glücksbuddha.

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Koffer Nr. 02: Mana Binz, Lieser




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Beschreibung:


Mein Koffer

Mana Binz packt hier selbst ihre Installationspuppen für einen Transport. Im Hintergrund ein Foto aus der Kofferreise, die die Künstlerin 2008 zur Glockengießerei Mabilon in Saarburg unternahm. Wieder eine der beliebten Bild in Bild-Interpretationen der Künstlerin. Alles fließt in der Erinnerung. Die Primitivität des Kartons, die wunderschönen Puppen, das Licht, leer, tote Materie, beseelt…

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Koffer Nr. 03: Khoschlessan, Bernkastel




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Beschreibung:


Hierzu schreibt das am Kofferprojekt teilnehmende Ehepaar:

Was Kofferpacken angeht, maile ich einige Bilder von meiner Frau, die nach Otmuchow/ Polen (Partnerstadt) gefahren ist, um dort eine Schülergruppe zu trimmen, die demnächst ein Musical mit dem Titel: "Rotkäppchen rappt" in Bernkastel aufführen wird, natürlich auf deutsch.
Herzliche Grüße
Khoschlessan

Welche Erinnerungen mag diese Teilnehmerin des Kofferprojektes heute mit Kofferpacken verbinden? Sorgfältig werden die Dinge gepackt. Unsere Gedanken fließen. Unsere Hoffnungen, Erwartungen, auch die Erinnerungen. Alles ist beim Packen der Koffer im Fluss von Zeit und Raum. Erinnerung wird Gegenwart und Gegenwart verschmilzt mit Erinnerungen zu Bewusstsein…

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Koffer Nr. 04: C. (Name bleibt unveröffentlicht)




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Beschreibung:




Das Jahr 2010 steht im Zeichen des Umzugs (an die Mosel)! Was wäre daher
passender, als einen Koffer zu packen? Die ausgewählten "sieben Sachen"
stehen für einen neuen Lebensabschnitt und einige ganz persönliche
Dinge, die mit mir umziehen und mir hoffentlich eine gute Reise
bescheren werden:

Rose: Grund des Umzuges - die Liebe...

Teddy: Mein Lieblingsteddy, das treue Exemplar (Anno 1930?) muss
natürlich mit!

Viezkrug: Nicht etwa der Trinklust wegen;-) - steht sozusagen für meine
Heimat, wo Äpfel und Viez das sind, was an der Mosel Trauben und Wein -
einen Schuss Heimattreue muss man sich doch an jedem Ort bewahren...
steht außerdem für die Gesundheit.

Fell (nicht echt aber trotzdem wärmend) : Zeichen des dicken Fells, das
ich an der Mosel sicherlich hin und wieder brauchen werde! Natürlich
auch ein kuscheliger Begleiter an kalten Wintertagen.

Bibel (hier eine amerikanische Ausgabe): In God we trust - der Glaube
begleitet uns auf allen Wegen.

Füller: Ich schreibe gern, nicht nur von Beruf wegen, und somit kommt
dieser Füller natürlich mit in den Koffer.

Flagge: Die amerkanische Flagge, für mich Zeichen der Freiheit und
Erinnerung an eine tolle Zeit mit Menschen, denen ich viel verdanke.
Steht für mich für persönliche Freiheit und Möglichkeiten sowie
Optimismus. Erklärung der Farben: weiß für Reinheit und Unschuld, rot
für Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit, blau für Wachsamkeit,
Beharrlichkeit und Gerechtigkeit. (Frei nach dem Motto "yes we can").



Koffer Nr. 05: Ingeborg Martin aus Burg/Mosel


Eine kleine Koffergeschichte


In diesem kleinen Koffer – einem kleinen Puppenkoffer – findet man die Geschichte eines ganzen, langen Lebens.



Es muss nicht immer alles gross und bombastisch daherkommen, manchmal sind die Dinge winzig klein und doch von so grosser Bedeutung, die sie über viele Jahrzehnte nicht verloren haben und die Gedanken dazu. Da genügt ein winziges Plätzchen, um die ganze Welt darin einzufangen..
Es begann mit einem Teddybär. Jemand gab ihm den Namen „Schnurzel“.
Er kam in einem Paket zu unserer Hochzeit von meinem Opa und der Oma aus Dresden, ist also ein echtes Kind der Ex-DDR. Er sass auf der Hochzeitstafel und feierte mit.
Es blieb nicht bei dem einen Bär. Irgendwie kamen immer mehr dazu, auch andere Tiere, mitgebracht aus den unterschiedlichsten Anlässen, wie z.B. ein Löwe von den Champs Elysee in Paris, den wir um Mitternacht in einem Laden entdeckten oder Narita, ein weisser Hund vom Flughafen in Tokio, der Männchen machen kann und und und …


Die meisten erhielten einen Namen wie...

  • Schnurzel
  • Susi (ein süsses Kätzchen, Dekorationselement zwischen Kinderschuhen der Firma Romika auf der GDS in Düsseldorf) Leider wurde sie uns auf einer Urlaubsreise aus dem Auto gestohlen.
  • Niki Naseweis (war sehr vorwitzig und wusste immer alles besser)
  • Quiek Schlenkerärmchen (hatte einen kaputten Arm, der ständig hin- und her schlenkerte)
  • Salatblättchen (hiess so, weil ich so gern und viel Salat aß, er war immer beim Kegeln dabei und die Kegelfreunde wollten ihn ständig mit Salatblättern füttern)
  • das kleine „e“-chen (war Teil einer Geburtstags-Tischdekoration für meinen Mann und trug ein Fähnchen mit dem letzten „e“ von „Alles Gute“)
  • Strümpi (war immer vorlaut und hatte stets das letzte Wort, war auch sehr eingebildet, weil er mit Kinderschuhen der Romika auf einem grossen Stand in Düsseldorf dekoriert war))
  • der Pudel Chou-Chou
  • Férenc mit der Geige aus Ungarn
  • Gabis Hemdchen
  • Sarottimännchen (brachte uns eines Tages unsere Klara, eine ganz liebe Hausangestellte, mit)
  • Karo Metermäß’chen (er hatte ein langes Metermaß in seiner Schnauze, das man herausziehen konnte)




Die Teddybären hatten ihre eigene Sprache. Sie sagten nicht:
„guck mal, ein Hubschrauber“, sondern das hiess dann:
„verguck mal, ein Hubverschrauber „ oder auch„Schrauberhub“.
Alle Wörter wurden verdreht und immer ein „ver“ dazwischen gesetzt. Das hörte sich lustig an – mein Mann erfand dazu viele Geschichten und wir lachten uns halbtot darüber, was für ein Unsinn dabei herauskam. Auf den langen Fahrten unserer Urlaubsreisen war das eine wunderbare Unterhaltung, denn es gab ja auch die „Bärenkinder“, die sich mit uns unterhielten und – wie richtige Kinder – die unmöglichsten Fragen stellten und ihre Kommentare zu allem abgaben.
Sein Tod war auch das Ende dieser Ära.

Heute habe ich diesen Teil Vergangenheit noch einmal zum Leben erweckt und packe ihn nun wieder weg.

Ein Koffer voller Kuscheltiere



Ich packe den kleinen in den grossen Koffer und mit ihm

  • die Erinnerungen
  • die Hoffnungen
  • die Wünsche
  • den Duft der Provence
  • das Licht der Ägäis
  • die Sonne Anatoliens
  • das Rauschen des Meeres
  • die Farben des Himmels
  • die Formen der Wolken.


Viel Raum ist um den kleinen Koffer, wenn er da verloren in dem grossen steht. Es ist ein ganzes Leben, was darin umschlossen ist.




Ich schliesse ganz sacht den Deckel. Das Leben geht immer weiter und neue Aufgaben und Herausforderungen warten jeden Tag darauf, getan und bewältigt zu werden. Es gibt wieder andere schöne Dinge, über die ich mich freue, aber der Koffer gehört auch dazu und vergesssen werde ich seinen Inhalt nicht.


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Koffer Nr. 06:Anne-Marie v. P.


HINREISE? RÜCKREISE? FUNDSTÜCK?


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Koffer Nr. 07: Brigitte Westermeier





Ein Koffer,randvoll mit Geschichten





In meinen Koffer packe ich viele Geschichten, dabei helfen mir die Zwerge.

Und dies ist die Geschichte, wie die Zwerge den Koffer packen und was sie alles mitnehmen wollen und sich darüber streiten, wer was einpacken darf.
Aber leider ist auch der größte Koffer immer viel zu klein und irgendetwas passt dann nicht mehr hinein. Aber beim nächsten Mal wird alles anders und viel besser.


„Wir nehmen das Buch von den Zahlen mit“, schlägt Klitzeklein vor, „erinnert ihr euch noch an die Geschichte vom Mond?“.
„Willst du vielleicht den Mond putzen?“, fragen die anderen, „wir haben dazu aber keine Lust!“
 


„Das Buch mit den Blumen!“, ruft
Naseweis, „ich habe
auch ein paar Bilder mitgebracht.“
 



„Ich will aber das Buch mit den Vögeln“, mault
Gernegroß.
„Die fliegen dir davon“, spotten die anderen und lachen ihn aus. Gernegroß wäre nicht nur gerne groß, sondern auch gerne sehr schnell, aber leider kann er seine langen Gliedmaßen nicht so schnell bewegen wie er möchte.
 



"Lieber das Buch mit den Faltern und Schmetterlingen“, sagt Tunichtgut.
„Oh, Schmetterlinge jagen, das tun wir gern, wir wollen gleich los- rennen. „Halt“, ruft jetzt Tunichtgut, „wir müssen doch erst den Koffer packen!“ - „Stimmt ja!“
 


´"Mir gefällt aber das Buch mit den vielen Tieren besser“, flüstert Hasenfuß und hat gleich sein Lieblingstier mitgebracht. „Keine Angst“, meint er, „meine Echse beißt nicht, die ist ganz brav.“ 



„Warum nehmen wir nicht das Buch mit den Buchstaben?“ fragt Ohrenlang, „vielleicht fallen uns dann neue Geschichten ein!“ - „Dann müssen wir ja selber lesen, wir wollen lieber zuhören!“ „Aber einer muss erzählen“, meint Ohrenlang.
„Ja wir wissen, dass du lange Ohren hast“, lachen alle.
 

„Am besten nehmen wir alle Bücher mit“, meint Fürchtenichts. Damit sind nun alle einverstanden.. 


Viele Geschichten verbergen sich im Koffer aber wenn man ihn öffnet, quellen sie hervor und strömen in unsere Herzen.

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